Ratschläge unseres Experten

Romain Lemaire

Der Schaum am Jahresende

Liebe Liebhaberinnen und Liebhaber des Champagner,

Der Champagner ist der Festwein par excellence. Bei jeder grossen Gelegenheit öffnen Sie eine Flasche Champagner, um diesen einzigartigen Augenblick mit Ihrer Umgebung zu feiern.

Der Champagner wird oftmals als Aperitif oder zum Nachtisch serviert, aber kaum während eines Essens.

Man darf nicht vergessen, dass auch der Champagner ein Wein ist, und dass es definitionsgemäss einfache Champagner für den schnellen Genuss (vor allem die "Bruts" ohne Jahrgang), Jahrgangschampagner, die sich genauso gut aufbewahren lassen und altern wie die grossen stillen Weine, sowie Spezial-Cuvées, ganz besondere Weine für besondere Gelegenheiten, gibt.

Beginnen wir mit den Assoziationen rund um Frische, Lebendigkeit und Jod.

Wählen Sie einen nicht dosierten Champagner, idealerweise einen Blanc de Blancs oder einen stark vom Chardonnay dominierten Champagner, aus. Dieser auch naturherb genannte Champagner entfaltet seine geschliffene, kristallische und mineralische Seite am besten in Kombination mit Austern. Er passt auch wunderbar zu einem Teller Meeresfrüchte, wenn man Schalentiere mit zu fettiger Struktur vermeidet, zu Süsswasserfischen und selbst zu Sushi und Sashimi.

Zum Essen: Wählen Sie einen eher weinartigen Champagner für eine opulente Verkostung.

Ein Jahrgangschampagner guter Herkunft, besonders weinartig, passt hervorragend zu edlen und ausdrucksstarken Gerichten. Schöne Verbindung mit Jakobsmuscheln, Hummer und Langusten.

Für besonders Mutige passt ein alter Jahrgangschampagner auch perfekt zu Huhn mit Trüffel oder in der Sauce.

Die Käsesorten: zwei Alternativen.

Erster Tipp: Ein eher fruchtiger Brut, ein Champagner Blancs de Noirs (oder stark vom Pinot Noir oder Pinot Meunier dominiert).

Zweiter Tipp: Ein entwickelter, leicht oxidativer Champagner, der Nuss- und Gewürzaromen entfaltet… Passt sehr schön zu altem Greyerzer mit sehr ähnlichem Geschmacksregister.

Der Nachtisch: Treten Sie nicht in die Falle des Rosé-Champagner!

Der Fehler, den es zu vermeiden gilt, liegt darin, Champagner zum Nachtisch zu servieren. Der Zucker der Desserts und die starke Säure des Schaumweins passen selten gut zusammen, ganz zu schweigen von der Bitterkeit des Kakao. Für diese Fälle denken Sie an halbtrockene, natürlich mehr dosierte Champagner, die genau die richtige Süsse für ein schönes Gleichgewicht im Gaumen beisteuern und dennoch einen sehr frischen Zusammenklang erzeugen.

Die wichtigste Entscheidung: Die Wahl des Glases und der Temperatur. Vergessen Sie die herkömmliche Champagner-Flöte, Wählen Sie ein Weinglas, denn wie ich eingangs schon sagte, der Champagner ist ein Wein.

Champagner wird kühl getrunken, zwischen 7°C und 9°C bei einem Aperitif und zwischen 12 °C und 14°C bei einem grossen Jahrgangschampagner.

Ich wünsche Ihnen schöne Augenblicke bei einem grossen Champagner und einer guten Mahlzeit.

Probieren Sie es und Sie werden begeistert sein.

Mit sommelierhaften Grüssen,

Romain Lemaire

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